P. Tschaikowski: Eugen Onegin

Landesbühnen Sachsen, September 2011

musikalische Leitung: Michele Carulli
Bühne und Kostüme: Stefan Wiel
Fotos: Martin Krok

Triumph und Irrfahrt
„In einer zu Recht umjubelten Inszenierung wurde die lyrische Liebesgeschichte in Radebeul auf die Bühne gebracht.(…) Regisseurin Therese Schmidt hat sich ganz auf die Hauptfiguren konzentriert. Sie erzählt deren Gefühle und inneren Antriebe in einprägsamen Bildern. (…) Faszinierend, wie die Inszenierung das große Entree des letzten Aktes statt als rauschendes Ballbild zur Darstellung der Irrfahrten des Onegin nutzt. (…) Therese Schmidts Inszenierung verzichtet konsequent darauf, Lokal- und Zeitkolorit wichtiger zu nehmen, als es für die Geschichte erforderlich ist. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Liebesgeschichte zwischen Romantik und Realität, zwischen Traum und Wirklichkeit. (…)“
(J.D.Schubert, Sächsische Zeitung vom 20.11.2011)

Richard Strauss: Des Esels Schatten

Kinder- und Jugendoper Dresden, Juni 2011

musikalische Leitung: Milko Kersten
Bühne: Anne Sevenich
Kostüme: Tina Strahl
Foto: Uwe Mötz

Richard Strauss kriegt Eselsohren
Die Kinder- und Jugendoper begeistert mit „Des Esels Schatten“

„…Strauss und Brecht scheinen seltsame Bettgenossen, aber Berührungsängste zwischen den unterschiedlichen Stil- und Gattungsebenen gibt es keine.
Therese Schmidt´s Inszenierung liefert ein bissiges Panoptikum, in dem sich der Brecht´sche Spielleiter zu Ikonen der Populärkultur gesellt. (…) Beachtlich, wie sich diese Ebenen zum Spektakel fügen, ohne dabei zum Selbstzweck zu verkommen. Dient Brecht´s episches Theater vielerorts nur als Staffage für brav abgeklatschtes Abonnententheater, wird hier der didaktische Auftrag noch ernst genommen. (…)
Zurück bleiben auf Justitias Schlachtfeld: ein toter Esel, unterhaltsame Satire und ein schon fast verdächtig ins Ohr gehender Richard Strauss. (…)“
(Wieland Schwanebeck, Dresdner Neueste Nachrichten vom 2. Juli 2011)

W.A.Mozart: Die Zauberflöte

Landesbühnen Sachsen, Oktober 2010

musikalische Leitung: Michele Carulli
Bühne und Kostüme: Stefan Wiel
Fotos: Martin Krok

Lust hinter der frommen Fassade
Mit einer ausgesprochen jungen Zauberflöte begeistern die Landesbühnen ihr Publikum

„(…) Therese Schmidt versteht es, Figuren genau zu führen und zu charakterisieren.
Sie hört auf die Musik, schöpft aus ihr Impulse. Und sie hat frappierende szenische Lösungen gefunden. Wenn Pamina den Männern beim Osiris-Chor rituell die Füße waschen muss und Tamino hilflos zusieht, ist das entlarvend. Sarastros „väterliche“ Umarmungen bekommen etwas Unanständiges, sie zeigen, wie sich Besitzgier und Lust hinter frommer Fassade verstecken und mit Autorität paaren. (…)
Es ist eine junge Zauberflöte, eine, die der Zuschauer zu Ende denken kann.“
(Jens Daniel Schubert, Sächsische Zeitung vom 18.10.2010)

Ganz heutig nah dran an Mozart
Therese Schmidt inszenierte „Die Zauberflöte“ an den Landesbühnen Sachsen

(…) Die Ambivalenz des Geschehens wie der Protagonisten aufzuzeigen, ist Anliegen der jungen Regisseurin Therese Schmidt… Damit ist sie ganz nah dran an Mozart und ganz nah glücklicherweise auch an der Musik der Oper. (…)
Eine sehenswerte Produktion, der es in Gestus wie Ausstattung gelingt, heutig zu sein, ohne bemüht oder weltfremd zu wirken, die Oper zu verbiegen oder sie gar übertrumpfen zu wollen.“
(Sibylle Graf, Dresdner Neueste Nachrichten vom 18.10.2010)

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