THERESE SCHMIDT: MUSIK.THEATER.REGIE.TEXTE

aktuelles

Chtuluzän is calling_Berichte aus der Zukunft
Performatives Musiktheater von mehrblick&ton für eine Schauspielerin, E-Orgel, Synthesizer und Lautsprecherorchester
Theater im Delphi, September 2021
mit: Anne Hoffmann , Liz Kosack und dem Vokalensemble The Present
(gefördert durch das TakeAction-Programm des Fonds Darstellende Künste)

Form follows Crisis: The Present ergreift lebenserhaltende Maßnahmen
künstlerisches Forschungsprojekt mit dem Vokalensemble The Present
(gefördert durch das reload-Stipendium der Kulturstiftung des Bundes)

Die Jeinsager
Oder: Über die unerträgliche Ambivalenz der täglichen Entscheidungen
Performatives Musiktheater von mehrblick&ton
UA: 14.-16.April 2021, Gare du Nord, Bahnhof für Neue Musik, Basel

In seiner neuen Musiktheaterproduktion „Die Jeinsager“ fragen mehrblick&ton nach Mechanismen von Entscheidungen und Opferbereitschaft in Zeiten einer „großen Krankheit“. Folie dafür ist die Schuloper „Der Jasager“ von Brecht/Weill, in der der „große Brauch“ einer reisenden Gesellschaft thematisiert wird, wonach ein krankes Mitglied den Berg hinab gestürzt werden muss, damit die nicht infizierte Gesellschaft unbesorgt weiterreisen kann. Ein Junge wird krank und stimmt seinem Tod zu, die Gesellschaft feiert seine Opferbereitschaft. 
Vor der Corona-Pandemie konzipiert, wurde das Stück 2020 von der Realität überholt und daraufhin mehrfach inhaltlich überarbeitet und den geltenden Bühnen-Bestimmungen an- gepasst- erfahren doch Fragen nach individuellen und gesellschaftlichen Entscheidungsmechanismen im Umgang mit Krankheit unter dem Eindruck der Pandemie ein neue Wertigkeit: Wieviel Informationen sind nötig um eine Entscheidung zu treffen? Wer entscheidet, wer systemrelevant ist? Und was tun, wenn nicht mehr neun Menschen gemeinsam auf einer Bühne singen können? 
Die Jeinsager positionieren sich mit Arien, Texten und musikalischen Interventionen zu den Fragen im Spannungsfeld von Ja, Nein und Jein und weiten ihr Stück zu einem multimedialen Theaterabend aus.

take_care: die Jeinsager
Stipendium des Fonds Darstellende Künste zu einer pandemieadäquaten inhaltlichen und ästhetischen Neuausrichtung der „Jeinsager“

WS 20/21: Lehrauftrag UdK Berlin (Studiengang Schauspiel)
Seminare zum Thema Freies Arbeiten und Einstieg in die freie Szene

Mentoring-Programm des Performing Arts Programms Berlin
Mentorin für Musiktheater, Mentee: Nolundi Tschudi

Beethoven enChor
Konzeption, Texte und performative Stückentwicklung für die Komposition von Chorwerken für das Beethoven Jahr 2020.
Gemeinsame Arbeit mit Peggy Mädler und Christophe Knoch
Auftragswerk der Chorakademie NRW, 2019
Kompositionen von Brigitta Muntendorf, Christian Kesten, Eres Holz, Seyko Itoh, Michaela Catranis, Sören Nils Eichberg
Aufführung im Bundesland Nordrhein-Westfalen durch diverse Chöre: ursprünglich geplant für Sommer 2020 (verlegt auf 2021, Corona-bedingte Verlängerung des Beethoven-Jahres bis in das Jahr 2021)

abgeschlossene Projekte

Freies Arbeiten

Kollektiv, vernetzt, solidarisch: Ein Handbuch zu Arbeitsstrukturen in den freien darstellenden Künsten.
Hrsg. vom Performing Arts Programm des LAFT Berlin
Redaktion: Sabrina Apitz, Janina Benduski, Therese Schmidt
Handbuch Freies Arbeiten

Schönerland

Oper über die Flucht
Komposition: Sören Nils Eichberg
Libretto: Therese Schmidt
Regie: Johanna Wehner
UA: 16. September 2017, Staatstheater Wiesbaden


Foto: Monika &Karl Forster

durst&frucht
Wörter vollenden. Jacob und Wilhelm Grimm

Musiktheater 
für Stimmen, Instrumente und Videoprojektionen

Maulwerker Berlin, ensemble proton bern
Komposition: Annette Schmucki
Regie: Therese Schmidt
Bühne/Kostüme: Hsuang Huang
UA: 09. September 2017, Dampfzentrale Bern
weitere Vorstellungen: 21./22.November 2017, Gare du Nord, Basel
27./28.Oktober 2018, Ballhaus Ost, Berlin
Trailer durst&frucht



Foto: Hsuan Huang

Moby_D. Eine Männermelancholie (schweizer Fassung) // Moby_D. Ein deutscher Wal (deutsche Fassung)

intermediales Musiktheater für einen Schauspieler, Blockflöte und Lautsprecherorchester.
Komposition, Texte, Regie: mehrblick & ton (Wolfgang Heiniger, Therese Schmidt)
UA: 03.03.2016, Gare du Nord. Bahnhof für Neue Musik, Basel

Gastspiele: 08./09.09.2016, Societätstheater Dresden, 14./15.11.2018, Theater im Delphi, Berlin


MOBY_D eine Männermelancholie TRAILER from wolf heiniger on Vimeo.

Salon der Wahlverwandtschaften
Ein performativer Diskussions- und Begegnungsraum für Theatermacher*innen zur Schaffung neuer Netzwerke, projektorientierter Kollaborationen und Künstlerkollektive. Angeleitet und moderiert von Peggy Mädler (Autorin, Dramaturgin) und Therese Schmidt (Regisseurin)
Zum ersten Salon luden wir im Juni 2015. Seither fanden sieben Salons in unterschiedlichen Kontexten statt.

Beethoven ohne Musik. Ein Abend über die Stille.

Premiere am 05.04.2015, Neues Palais im Großen Garten, Dresden
Stückentwicklung mit Tom Quaas (Theaterzirkus Dresden)
Co-Regie, Dramaturgie: Therese Schmidt
Klangintervention: Helmuth Oehring
Bühne und Kostüme: Tilo Schimenz

Das Alphabeethoven der Stille

Was höre ich in der Erinnerung und was bleibt stumm in der Gegenwart?
Beethoven war noch keine dreissig Jahre alt, da machten sich erste Anzeichen eines chronischen Gehörleidens bemerkbar. 
Seine Kompositionen jedoch wurden, je weiter seine Taubheit voranschritt, kühner, visionärer und abgründiger.
Wir begeben uns auf die Suche nach einer visuellen Übersetzung der Dimensionen von Beethovens Musik und Leben. Helmut Oehring entwickelte dazu eine Klangintervention, die sich assoziativ mit der visuellen Spurensuche verbindet.
Und wie als Basso continuo liegt über allem der Kampf gegen den Hörverlust und die Sehnsucht nach Erlösung in und durch die Musik.

Werkstattabend

mit Studentinnen und Studenten der Fakultät Gesang/Musiktheater an der UdK Berlin, Februar 2014 im uni.t. Theater der UdK
Regie, Bühne, Kostüme: Therese Schmidt
Fotos: Thomas Jäger

Szenen aus:

R. Wagner: Tristan und Isolde


E. Humperdinck: Hänsel und Gretel

W.A.Mozart: Cosi fan tutte


O.Niccolai: Die lustigen Weiber von Windsor


G. Verdi: La Traviata

E. Künneke: Der Vetter aus Dingsda

Premiere: November 2013, Theater Magdeburg
musikalische Leitung: Michael Balke
Bühne und Kostüme: Ulrich Schulz



Fotos: Andreas Lander

Die berliner Operette „Der Vetter aus Dingsda“ (UA 1921) beschreibt eine bürgerliche Fassade, hinter der monströse und absurde Klischeevorstellungen vom „wilden Mann“ lauern.
Zwischen Buchsbaumhecken wuchert einerseits die Sehnsucht nach dem „wilden und ursprünglichen Leben“- der eigentliche Fremde- in der Inszenierung ein, zum berlinernden Diener gemachter Koreaner, wird jedoch gnadenlos eingedeutscht.
Bis hin zur Groteske verdrehte Klischees (Männer in Bunny-Kostümen, kannibalistische Orgien, die verfressene Spießbürgerlichkeit eines loriotschen Ehepaares) entlarven die scheinheilige Moral einer bürgerlichen Fassade, die um jeden Preis aufrecht erhalten werden muss.

Weiss/Wulff-Woesten: Konferenz der Tiere (UA)

Eine musikalische Revue nach dem Roman von Erich Kästner für 150 Kinder und einen Schauspieler
Semperoper Dresden, Juli 2012
musikalische Leitung: Johannes Wulff-Woesten
Regie: Therese Schmidt
Bühne: Konstanze Grotkopp
Kostüme: Ella Späte
Video: Matthias Daenschel


Fotos: Monika und Karl Forster

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