abgeschlossene Projekte

Freie Arbeiten

Beethoven enChor

Konzeption, Texte und performative Stückentwicklung für die Komposition von Chorwerken für das Beethoven-Jahr 2020.

Gemeinsame Arbeit mit Peggy Mädler und Christophe Knoch. Kompositionen von Brigitta Muntendorf, Christian Kesten, Eres Holz, Seyko Itoh, Michaela Catranis, Sören Nils Eichberg
Auftragswerk der Chorakademie NRW, 2019

Für die vielen Chöre in den Städten und im ländlichen Raum sind zeitgenössische Werke geschaffen worden, die bewusst auf musikalischer Tradition aufbauen, spielerisch das 21. Jahrhundert integrieren und Begegnungen zwischen den Chören ermöglichen. So sind fünf Chorwerke der Neuen Musik à ca. zehn Minuten für Laienchöre und kleines Ensemble entstanden, die sich inhaltlich mit verschiedenen Aspekten aus Ludwig van Beethovens Schaffen und seiner Biografie auseinandersetzen.
Diese Aspekte orientieren sich an den Themen des Beethoven-Jahres 2020 und sind den Kompositionen als Leitmotiv vorangestellt: Es geht um den Bürger, den Tonkünstler, den Humanisten, den Visionär und den Naturfreund Beethoven. Zusätzlich zu den fünf „Kernstücken“ wurde eine sechste Komposition in Auftrag gegeben. Diese schafft eine Rahmung oder musikalisch gesagt: eine Ouvertüre und ein Finale für Herrn Beethoven.
Diese Rahmung erlaubt es den Chören, eines der fünf Chorwerke auszuwählen und zusammen mit der Ouvertüre und dem Finale als kleines szenisches Konzert zur Aufführung zu bringen.

Weitere Informationen sowie das Notenmaterial und der Werkzeugkoffer sind hier zu finden.

Freies Arbeiten
Kollektiv, vernetzt, solidarisch: Ein Handbuch zu Arbeitsstrukturen in den freien darstellenden Künsten.

Hrsg. vom Performing Arts Programm des LAFT Berlin
Redaktion: Sabrina Apitz, Janina Benduski, Therese Schmidt

Handbuch Freies Arbeiten

Schönerland

Oper über die Flucht

Komposition: Sören Nils Eichberg
Libretto: Therese Schmidt
Regie: Johanna Wehner
UA: 16. September 2017, Staatstheater Wiesbaden

Fotos: Monika &Karl Forster

durst&frucht
Wörter vollenden. Jacob und Wilhelm Grimm

Musiktheater für Stimmen, Instrumente und Videoprojektionen

Foto: Hsuan Huan

Komposition: Annette Schmucki
Regie: Therese Schmidt
Bühne/Kostüme: Hsuang Huang
Performance/Stimmen: Maulwerker Berlin
Instrumente/Dirigat: ensemble proton, Bern

UA: 09. September 2017, Dampfzentrale Bern
Weitere Vorstellungen: 21./22.November 2017, Gare du Nord, Basel
27./28.Oktober 2018, Ballhaus Ost, Berlin

durst&frucht erzählt vom Jagen und Sammeln der Sprache, vom Verfügbarmachen, Bezwingen, Zähmen wollen des Sprachbergs und von dessen Unbezwingbarkeit, von zwei Brüdern, von ihrem unablässigen Abarbeiten und Vollenden der Wörter. Tag für Tag, Tür an Tür, in sehr unterschiedlichen Arbeitstempi, -techniken und -arten der Vertiefung. Es geht um das Erkennen und Anerkennen der Lücken, der Freiräume, der permanenten Veränderung von Sprache, deren Randphänomene, Unfassbarkeit, Offenheit; und um die Brüder Grimm, welche schließlich über den Wörtern Durst und Frucht sterben.
Zu hören sind Wörter, Wortlisten, Wortpartikel und Fetzen von Erzählung. Zu hören sind Pulse, Klangklumpen und -felder. Es ist eine Grenzwanderung zwischen Musik und Sprache, ein Kippen von Sprache in Musik, von Musik in Sprache.

Trailer durst&frucht
Fotos: Hsuan Huang

Moby_D. Eine Männermelancholie (schweizer Fassung) // 
Moby_D. Ein deutscher Wal (deutsche Fassung)

intermediales Musiktheater für einen Schauspieler, Blockflöte und Lautsprecherorchester.

Komposition, Texte, Regie: mehrblick & ton (Wolfgang Heiniger, Therese Schmidt)
Ishmail: Tom Quaas (Performance)
Queequeg: Jeremias Schwarzer (Flöten)
Klangregie Lautsprecherorchester: Gary Berger
Bühne/Kostüme: Juan Léon

Foto: Juan Léon

UA: 03.03.2016, Gare du Nord. Bahnhof für Neue Musik, Basel
Gastspiele: 08./09.09.2016, Societätstheater Dresden, 14./15.11.2018, Theater im Delphi, Berlin

MOBY_D eine Männermelancholie TRAILER from wolf heiniger on Vimeo.

Moby_D setzt nach dem Ende des Romans ein und erzählt die fiktive Geschichte des überlebenden Ishmael, dem Schwätzer und Zuschauer, nach dem apokalyptischen Scheitern des Rachefeldzuges: Seine Schlachten sind geschlagen, seine Wale erlegt.
Ishmael behauptet sich als allwissender „Prothesengott“ im Sinne Freuds als Herrscher der Maschinen (dem Lautsprecherorchester), doch lässt sich das Archiv seiner Erinnerungen nicht manipulieren. Erinnerung kann trügen- zumal in einem Leben, das nichts Heroisches und Siegreiches (mehr) hat. Und langsam wird klar, dass sich die Geschichte vielleicht auch ganz anders zugetragen hat, als sie der Roman erzählt.

Moby_D und sein Protagonist Ismael sind eine politische Allegorie auf den deutschen Wutbürger, der verloren in den Schlachten der Vergangenheit seinen Lebenslügen zu entkommen sucht. Ihm gegenüber steht Quiqueeq als blockflötender Kannibale, der der medialen Geschwätzigkeit Ishmaels und des Lautsprecherorchesters seine Suche nach dem Klang entgegensetzt.

So wie Ishmael durch seine Erinnerungen, so schlittert die Musik durch die unterschiedlichsten Stile und Genres und findet sich irgendwo zwischen Seemannsliedern, Elektro und Avantgarde. Und der Kannibale spielt dazu Blockflöte.

Fotos: Juan Léon

Salon der Wahlverwandtschaften

Ein performativer Diskussions- und Begegnungsraum für Theatermacher*innen zur Schaffung neuer Netzwerke, projektorientierter Kollaborationen und Künstlerkollektive. Angeleitet und moderiert von Peggy Mädler (Autorin, Dramaturgin) und Therese Schmidt (Regisseurin).

Zum ersten Salon luden wir im Juni 2015. Seither fanden sieben Salons in unterschiedlichen Kontexten statt.

Inszenierungen an festen Häusern

Informationen und Fotos zu Inszenierungen der Jahre 2009-2013 sind demnächst hier zu finden.