W.A.Mozart: Die Zauberflöte

Landesbühnen Sachsen, Oktober 2010

musikalische Leitung: Michele Carulli
Bühne und Kostüme: Stefan Wiel
Fotos: Martin Krok

Lust hinter der frommen Fassade
Mit einer ausgesprochen jungen Zauberflöte begeistern die Landesbühnen ihr Publikum

„(…) Therese Schmidt versteht es, Figuren genau zu führen und zu charakterisieren.
Sie hört auf die Musik, schöpft aus ihr Impulse. Und sie hat frappierende szenische Lösungen gefunden. Wenn Pamina den Männern beim Osiris-Chor rituell die Füße waschen muss und Tamino hilflos zusieht, ist das entlarvend. Sarastros „väterliche“ Umarmungen bekommen etwas Unanständiges, sie zeigen, wie sich Besitzgier und Lust hinter frommer Fassade verstecken und mit Autorität paaren. (…)
Es ist eine junge Zauberflöte, eine, die der Zuschauer zu Ende denken kann.“
(Jens Daniel Schubert, Sächsische Zeitung vom 18.10.2010)

Ganz heutig nah dran an Mozart
Therese Schmidt inszenierte „Die Zauberflöte“ an den Landesbühnen Sachsen

(…) Die Ambivalenz des Geschehens wie der Protagonisten aufzuzeigen, ist Anliegen der jungen Regisseurin Therese Schmidt… Damit ist sie ganz nah dran an Mozart und ganz nah glücklicherweise auch an der Musik der Oper. (…)
Eine sehenswerte Produktion, der es in Gestus wie Ausstattung gelingt, heutig zu sein, ohne bemüht oder weltfremd zu wirken, die Oper zu verbiegen oder sie gar übertrumpfen zu wollen.“
(Sibylle Graf, Dresdner Neueste Nachrichten vom 18.10.2010)