THERESE SCHMIDT: MUSIK.THEATER.REGIE.TEXTE

Schönerland

Oper über die Flucht
Komposition: Sören Nils Eichberg
Libretto: Therese Schmidt
Regie: Johanna Wehner
UA: 16. September 2017, Staatstheater Wiesbaden


Foto: Monika &Karl Forster

Intendant
Ich will…ich will…ich will ein Opernhaus, das, das das, das die Welt verändert…
Ich will ein Theater das selbst auch
Utopie …
Utopie…
Ich will ein Theater, das
sich selbst Utopie ist.
Ich will ein Intendant sein, der,
der Kreise,
ich will ein Intendant sein,
der Kreise quadrieren kann.

Stückeschreiberin (gesprochen)
Wie soll das gehen?

Komponist
Ich höre-
ich höre-
höre eine Musik,
die mehr sagt,
als was wir hören,
hören.
Eine Musik,
die mehr ist,
als wir sind.
Denk dir…
Ich will ein Komponist sein,
der das kann.

Stückeschreiberin (gesprochen)
Als ob das möglich wäre.

Intendant
Ich will ein Publikum,
das hört und sieht und handelt.
Denkt euch eine Stadt,
die gibt und gibt und gibt.
denkt euch ein Land, das-

Stückeschreiberin (gesprochen)
Wo soll das sein?

Intendant
Wir schaffen große Oper.
Komponist
Ich höre,
höre schon die Musik
Stückeschreiberin
Wie soll das gehen?

(aus: Schönerland, 2. Bild)

durst&frucht

Musiktheater 
für Stimmen, Instrumente und Videoprojektionen

Maulwerker Berlin, ensemble proton bern
Komposition: Annette Schmucki
Regie: Therese Schmidt
Bühne/Kostüme: Hsuang Huang
UA: 09. September 2017, Dampfzentrale Bern
weitere Vorstellungen: 21./22.November 2017, Gare du Nord, Basel


Foto: Hsuan Huang

Moby_D. Eine Männermelancholie

intermediales Musiktheater für einen Schauspieler, Blockflöte und Lautsprecherorchester.
Komposition, Texte: Wolfgang Heiniger, Regie, Texte: Therese Schmidt
UA: 03.03.2016, Gare du Nord. Bahnhof für Neue Musik, Basel

weitere Vorstellungen: 08./09.09.2016, Societätstheater Dresden



Grafik: Andreas Töpfer

MOBY_D eine Männermelancholie TRAILER from wolf heiniger on Vimeo.

Juni 2015: Gründung des Theaterkollektivs „mehrblick und ton“ (gemeinsam mit Wolfgang Heiniger, Komponist)

Salon der Wahlverwandtschaften
Ein performativer Diskussions- und Begegnungsraum für TheatermacherInnen zur Schaffung neuer Netzwerke, projektorientierter Kollaborationen und Künstlerkollektive. Angeleitet und moderiert von Peggy Mädler (Autorin, Künstlerin: „Labor für kontrafaktisches Denken)“ und Therese Schmidt (Regisseurin)
Zum ersten Salon luden wir im Juni 2015. Seither fanden fünf Salons in unterschiedlichen Kontexten statt.
Weitere Salons auf Anfrage.

Beethoven ohne Musik. Ein Abend über die Stille.

Premiere am 05.04.2015, Neues Palais im Großen Garten, Dresden
Stückentwicklung mit Tom Quaas (Theaterzirkus Dresden)
Klangintervention: Helmuth Oehring
Bühne und Kostüme: Tilo Schimenz

Das Alphabeethoven der Stille

Was höre ich in der Erinnerung und was bleibt stumm in der Gegenwart?
Beethoven war noch keine dreissig Jahre alt, da machten sich erste Anzeichen eines chronischen Gehörleidens bemerkbar. 
Seine Kompositionen jedoch wurden, je weiter seine Taubheit voranschritt, kühner, visionärer und abgründiger.
Wir begeben uns auf die Suche nach einer visuellen Übersetzung der Dimensionen von Beethovens Musik und Leben. Helmut Oehring entwickelte dazu eine Klangintervention, die sich assoziativ mit der visuellen Spurensuche verbindet.
Und wie als Basso continuo liegt über allem der Kampf gegen den Hörverlust und die Sehnsucht nach Erlösung in und durch die Musik.


Beethoven: Edgar Diebler, Wagner Moreira, Frank Auerbach, Wolfgang Krause Zwieback
Die unsterbliche Geliebte: Marie Brettschneider
Note: Rose Vischer
Dämon: Martin Kiefer
Theaterdirektor: Tom Quaas

Werkstattabend

mit Studentinnen und Studenten der Fakultät Gesang/Musiktheater an der UdK Berlin, Februar 2014 im uni.t. Theater der UdK
Regie, Bühne, Kostüme: Therese Schmidt
Fotos: Thomas Jäger

Szenen aus:

R. Wagner: Tristan und Isolde


E. Humperdinck: Hänsel und Gretel

W.A.Mozart: Cosi fan tutte


O.Niccolai: Die lustigen Weiber von Windsor


G. Verdi: La Traviata

E. Künneke: Der Vetter aus Dingsda

Premiere: November 2013, Theater Magdeburg
musikalische Leitung: Michael Balke
Bühne und Kostüme: Ulrich Schulz



Fotos: Andreas Lander

Die berliner Operette „Der Vetter aus Dingsda“ (UA 1921) beschreibt eine bürgerliche Fassade, hinter der monströse und absurde Klischeevorstellungen vom „wilden Mann“ lauern.
Zwischen Buchsbaumhecken wuchert einerseits die Sehnsucht nach dem „wilden und ursprünglichen Leben“- der eigentliche Fremde- in der Inszenierung ein, zum berlinernden Diener gemachter Koreaner, wird jedoch gnadenlos eingedeutscht.
Bis hin zur Groteske verdrehte Klischees (Männer in Bunny-Kostümen, kannibalistische Orgien, die verfressene Spießbürgerlichkeit eines loriotschen Ehepaares) entlarven die scheinheilige Moral einer bürgerlichen Fassade, die um jeden Preis aufrecht erhalten werden muss.

Weiss/Wulff-Woesten: Konferenz der Tiere (UA)

Eine musikalische Revue nach dem Roman von Erich Kästner für 150 Kinder und einen Schauspieler
Semperoper Dresden, Juli 2012
musikalische Leitung: Johannes Wulff-Woesten
Bühne: Konstanze Grotkopp
Kostüme: Ella Späte
Video: Matthias Daenschel


Fotos: Monika und Karl Forster

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